Krebs & Psyche

Vortrag Dr. med. Bernd Schmude: Emotionen zulassen – Die Seele leidet mit

Die Stimmungen bei Krebserkrankten wechseln häufig zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Diese wechselnden Stimmungslagen, die emotionale Reaktion auf die Krebserkrankung mit Angst, sind bei den Betroffenen normal. Sie wird als existenzielle Bedrohung wahrgenommen. Sich diese Angst einzugestehen und die emotionalen Zustände zuzulassen ist wichtig. Nicht nur positive Gefühle, sondern auch die negativen Gefühle haben ihre Berechtigung.

Negative Gemütsbewegungen zulassen, Emotionen freien Lauf lassen ist durchaus hilfreich für den Krankheitsverlauf. Die lähmende Stimmung bei Diagnose und Therapie kann umgelenkt werden und unterstützend für den Heilungsprozess sein. Emotionale Krankheitsbewältigung hat durchaus ihren Zweck bei dem Krankheitsverlauf und kann die Überlebenszeiten und Heilungschancen bessern.

Vortrag: Diagnose Krebs

Heilungschancen nutzen statt Ende beschließen

  • Welche Möglichkeiten der Heilung gibt es?
  • Hat die Psyche Einfluss auf das Immunsystem?
  • Wie kann man einen krebskranken Menschen unterstützen?
  • Wie kann ich gegen eine Krebserkrankung vorbeugen?

Antworten erhalten Sie von Dr. med. Bernd Schmude

„Immunsystem und Psyche – ihr Einfluss auf Krebsentstehung und Krebserkrankung.“

Körper und Geist sind eine untrennbare Einheit. Das hat schon Platon festgestellt und sich gewundert, warum es einen Arzt für den Körper und einen für die Seele gibt, wo doch beides nicht getrennt werden kann.

Warum sollte dann nicht auch unsere Psyche einen Einfluss auf körperliches Nehmen können und umgekehrt. Dass die Psyche auch Krebserkrankungen beeinflussen kann, deren Verlauf abmildern oder sogar eine Vollremission oder Heilung erreichen kann, weiß man heute. Wie das alles im Körper abläuft, ist noch nicht hinreichend geklärt, aber es ist möglich.

Wie können Sie also ihr Immunsystem positiv stimulieren, dass die Wahrscheinlichkeit einen Tumor zu bekommen geringer wird? Auch bei bereits bestehender Krebserkrankung gibt es Möglichkeiten diese besser zu verkraften. Sie können lange und mit guter Lebensqualität mit dem Krebs zu leben, oder ihn vielleicht sogar besiegen. Immer wieder gelingt dies Menschen, welche von der Schulmedizin bereits aufgegeben wurden.

Erfahren Sie den neuesten Stand der Forschung auf dem Gebiet der Psychoneuroimmunologie und Psychoonkologie.

Die gute Nachricht: Krebs bedeutet heute nicht mehr automatisch Tod oder Sterben.

Mit der Erkrankung Leben und es trotzdem Bewältigen. Lernen Sie kämpfen! Es lohnt sich!

Vortrag Immunsystem

Vortrag in Holzminden vor Betroffenen und Angehörigen

Dr. Bernd Schmude: „Positives Denken hilft das Immunsystem zu stärken!“

Dr. med. Bernd Schmude geboren 1951 in Frankfurt. Nach einer Ausbildung zum Chemielaboranten Abitur am Frankfurter Abendgymnasium und anschließend Studium der Human-Medizin in Frankfurt. Nach den Facharztausbildungen zum Allgemeinmediziner und Arbeitsmediziner arbeitet er seit Jahren als Arbeitsmediziner im Raum Hanau.

1968 trat er dem Amateurtheater Höchster Bühne 63 bei, deren Leitung er später übernahm, spielte dort Kindermärchen und Kommödien,. Mit Besuch der Tanz- und Theaterwerkstatt Fe Reichelt in Frankfurt und Seminaren bei Samy Molcho und Dusan Parisek war er von 1979 bis 1982 Mitglied bei dem Traumtänzer-Pantomimentheater. Gründete 1983 sein eigenes Panoptikum-Pantomimen-Theater Frankfurt. Seit 1990 Mitglied im Magischen Zirkel von Frankfurt.

April 1998 Zufallsdiagnose Lymphdrüsenkrebs. Die Lebenserwartung zu diesem Zeitpunkt laut Statistik (traue keiner!) ca. 3 Jahre. Nachdem die ersten Chemotherapien gut ansprachen, kam dann 2000 das Rezidiv und im folgenden Jahr 2001 eine Autologe Stammzelltransplantation.

Film und Diskussion „Lebens(W)ende“

RAZVAN GEORGESCU, geboren 1965 im transsilvanischen Tirgu Mures/Rumänien, studiert Philologie an der Universität Bukarest, wird während des Militärdienstes für kurze Zeit Mitglied der rumänischen Skinationalmannschaft. 1989 siedelt er nach Deutschland zu seiner Frau Tina um. Als Kulturjournalist, Drehbuchautor und Filmemacher für Arte, ZDF und BBC bereist er die Welt. Mit 38 Jahren erfährt er, dass er an einem bösartigen Gehirntumor leidet und dass ihm bestenfalls nur noch wenige Jahre Zeit bleiben. In dem international viel beachteten und preisgekrönten (u.a. PRIX EUROPA 2008) abendfüllenden Dokumentarfilm „LebensWende“ erforschte Razvan Georgescu zusammen mit prominenten Künstlern auf der ganzen Welt die Verbindung zwischen Kreativität und dem Schatten der eigenen Sterblichkeit.

Der Film
Lebens(W)Ende

Als der Arzt bei Razvan Georgescu einen inoperablen Gehirntumor diagnostizierte und sagte, er habe noch maximal drei Jahre zu leben, kam bei dem deutschen Filmemacher ein kreativer Prozess ins Rollen.

Er packte kurzerhand sein Filmequipment ein und besuchte Künstler in aller Welt, die selbst schwer erkrankt oder knapp dem Tod entronnen waren. Wie verarbeitet man die Erfahrung schwerer Krankheit als Kunstschaffender, als Intellektueller? Wie wird man damit fertig, dass der eigene Tod unmittelbar bevorsteht? Die Antworten – unter anderem von Jörg Immendorf, Bill Viola und dem Soziologen Helmut Dubiel – hat Georgescu zu einem bewegenden Film montiert. Der Film wurde mit dem Prix Europa 2008 für den besten TV-Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Ein Dokumentarfilm von Razvan Georgescu

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Diskussion Film Razvan

Jens Rusch, Tina und Razvan Georgescu diskutieren mit dem Publikum über den Film „Lebens(W)ende“ und das Buch „Zärtliche Berührung“

Lesung: Die zärtliche Berührung – Biopsie einer Liebe

Lesung im Rahmen der Krebsinformationstage 2012 von Tina & Razvan Georgescu

Was passiert mit der Liebe, wenn einer der Partner plötzlich an einer todbringenden Krankheit leidet? Wie ändern sich die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse des Betroffenen und des Angehörigen? Wie kann man mit einer solchen Belastung umgehen?

Der Fernsehautor und Filmemacher Razvan Georgescu lebt seit fast fünf Jahren mit einem Gehirntumor, seine Frau Christine hat täglich den drohenden Verlust vor Augen. Als ihre Beziehung an der enormen Belastung zu zerbrechen droht, fasst jeder für sich den Entschluss, die eigenen Erfahrungen in einem persönlichen Bericht zu erforschen, wohl wissend, dass es nicht das Ziel einer solchen Unternehmung sein kann, die Beziehung um jeden Preis zu retten. Aus der Gegenüberstellung der beiden Berichte ergibt sich das differenzierte Bild einer emotional hochkomplexen Situation.

Dieses Buch berichtet von einer mutigen und ehrlichen Lebensreise zweier Menschen, deren Liebe unendlich schien, die aber nun — im Augenblick der höchsten Bedrohung — vor der Entscheidung steht, neu zu entfachen oder zu verglühen.

Lesung

Lesung mit Tina Georgescu. Wegen starker Betroffenheit der Autorin übernahm Bettina Lundelius ihren Part. In der Publikums-Diskussion standen beide Autoren, Tina und Razvan Georgescu (rechts) zur Verfügung. Ein ausgesprochen informativer und emotionaler Lesungs-Abend.